•  ...ich bin zufrieden mit dem was ich mache. Es ist die Neuheit einer Idee, die Originalität. es ist die Art der Sorgfalt, die sie bei der Auswahl von Objekten an den Tag legen, damit sich das Auge erfreut, damit alles schön ist und sich der Gast wohl fühlt, was uns mehr als zwei Jahre an Arbeit investieren lässt.

    ...ich schwöre, dass ich nicht weiß, warum ich es tue, aber wenn ich es tue, habe ich eine Menge Freude.

    ...Sie schreiben zum Beispiel ein Buch, doch ist es besser, wenn sie eigentlich nicht wissen, was sie da tun. Es ist wichtig, dass sie mit dem, was sie da aus ihrer Intuition heraus machen, glücklich sind. Ich halte mich an diesen Gedanken, so wie es aus meinem Innersten entspringt.

    Orhan Pamuk - Aus einem Interview mit Cüneyt Özdemir in der Sendung 5N1K über Das “Museum der Unschuld”

  • Sehen erfordert Distanz.

    Christian Metz

  • Wenn es um die Frage geht, was ich am liebsten photographiere, würde ich vieles nennen, was in Zusammenhang mit der Stadt und dem Stadtleben steht. Die städtische Architektur, Perspektive, die Geometrie der Gebäude, ihre Symmetrie und Asymmetrie, ihre Strukturen, das Verhältnis der Menschen zu ihrer Stadt, die Verzweiflung in diesem Verhältnis, ihre Einsamkeit, ihr Kommen und Gehen, ihre Spuren. Aus diesem Grund versuche ich im Gegensatz zu denjenigen, die versuchen, den entscheidenden kritischen Moment zu erwischen, die Stadt oder, besser gesagt, das alltägliche, gewohnte, für mich aber trotzdem spannende Leben aus meiner Perspektive zu reflektieren.

  • ...
    Da hast du deine richtigen Momente! Gerichte, Wege, Tschai, Kaffee, Orte an denen wir waren... Eine Kamera war genug, um den richtigen Moment zu erwischen. Doch was passierte mit den Momenten, die nicht photographiert wurden oder werden konnten? Haetten wir sie eines Tages zum "Nichterlebten" gezaehlt?

    Mir kommt gerade  Antonio Paraggi in den Sinn, der Held einer Geschichte von Italo

    Aus einem Artikel von Hasmet Babaoglu

    Calvino. Antonio, macht seine Freunde, die ihre Sonntage mit Photographieren verbringen darauf aufmerksam, "dass der Schritt von der photographierten Realitaet zur Realitaet die wir schön finden, weil sie photographiert wurde, sehr klein ist".

    Dieses “Ach wie schön; das muss man photographieren” beaengstigte ihn. Er befürchtete, so könnten die Momente, die nicht photographiert wurden, verlorengehen.

  • Ich nehme an, dass die meisten auf die Frage, warum wir photographieren antworten werden: “Damit wir uns erinnern”. Könnte es aber vielleicht auch so sein, wie es ein Lehrer von mir formulierte: “Damit wir vergessen”?

  • ein paar kleine worte